Peron Peninsula
Peron Peninsula
Projekt Eden Australien Geschichten

Never too late to repent! Das Projekt Eden


Die Peron Halbinsel an der Westküste der Shark Bay liegt gleich neben geschichtsträchtigen Boden. 1616 nagelte Captain Hartog seinen berühmten Zinnteller an einen Pfahl. Im Dirk Hartog Island.

Unmittelbar festlandnah vom Hartog Island befindet sich ein Schutzgebiet, das auf Initiative des Zoologen Jeff Short. noch vor der Beschlussfassung zum Projekt Eden, als CSIRO Projektes auf Heirisson Prong, einem Landarm der Halbinsel, abgegrenzt wurde. Es ist das unbestrittene Verdienst dieses Zoologen, dass er Fuchs, Katze und Ratten als die eigentlichen Verursacher für das Aussterben heimischer Tierarten erkannte. Die Sicherungsmaßnahmen wurden verbessert, mit dem Erfolg, dass mittlerweile über 100 Bettongs im Reservat leben. Auch die 45 Gramm schwere Shark Bay Mouse und die 200 Gramm wiegenden Western Barred Bandicoots, ein Fellbüschel von Kleinstbeuteltier mit spitzer Nase und riesigen Ohren, die nur noch auf Inseln vor dem Festland leben konnte, waren schon bald heimisch. Jährlich nehmen viele Freiwillige der einst in Oxford gegründeten Earthwatch Organisation primitive Unterkünfte und harte Arbeitsbedingungen gern in Kauf, um im Sinne der Zielsetzung die Wissenschaftler im Kampf bei der Erhaltung von Tieren und Pflanzen zu unterstützen. Im nördlichen Teil der Halbinsel liegt der Francois Peron NP, der leider nur mit Allradfahrzeugen erreichbar ist. Noch bis 1990 war hier eine große Schaffarm. Nachdem die Regierung das Land erworben hatte begann die australische Naturschutzbehörde CALM 1994 das mittlerweile weltweit beachtete Unternehmen Projekt Eden zur Rettung der einheimischen Flora und Fauna. Man stützte sich dabei auf die Erfahrungen des Jeff Short Projektes.


Mit Zäunen hatte man in WA ja gute Erfahrungen. So trennt heute ein 3,5 Kilometer langer Hochsicherheitszaun den Nordteil der Halbinsel in einer Fläche von 12 Km² ab. Danach begann man alle in diesem Gebiet befindlichen „nicht australischen“ Tiere, wie Füchse, Katzen Kaninchen, zu töten. Es waren über 2500 Füchse und hunderte von Katzen! Die verbliebenen 20.000 Schafe wurden von freiwilligen Helfern aus der „Enklave“ getrieben. Dieses Reservat, als „Projekt Eden“ international bekannt, ist rund 100 Mal größer als das von Heirisson Prong. Auch hier ließen die Erfolge nicht lange auf sich warten. Viele Kleinstbeuteltiere tauchten jetzt wieder auf. Bettongs und Woylies wurden im Gras beobachtet. Auch Numbats, die so gern Termiten fressen, und die Wallabies fühlten sich wieder ungefährdet und wohl.


Die Australier haben gelernt, dass Raubbau an der Natur sich rächt, dass vorhandene Arten fürs Überleben geschützt werden müssen.
„Die Natur findet immer einen Weg“ sagt der Biologe in „Jurrasic Park“. Im Garten Eden wachsen plötzlich wieder Pflanzen und tummeln sich Tiere, die für ausgestorben gehalten wurden. Ein Stück „echtes Australien“ ist wieder erstanden!

Dieter Tischendorf
www.ditido.de

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